Kurz-Liebesgedichte

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Etwas Eigenwerbung:

Gedichtbuch: Zum Reimen schön

Verzweifelte Liebesgedichte

Wo die Liebe ist, da ist die Verzweifelung nicht weit. Im ersten Kurz-Liebesgedicht verzweifelt Theodor Storm an den Unterschieden zwischen dem Liebenden und der Geliebten. Der Titel des zweiten Gedichts lässt an Klarheit nichts zu wünschen übrig: Der Verzweifelnde. Vom selben Dichter ist das Gedankenspiel Oh wär’ ich ein See. Kurz vor Schluss folgt ausnahmsweise ein Liebesgedicht aus eigener Verzweifelung und das letzte Gedicht bleibt ganz innen.

Bettlerliebe

O lass mich nur von ferne stehn,
Und hangen stumm an deinem Blick;
Du bist so jung, du bist so schön,
Aus deinen Augen lacht das Glück.
Und ich so arm, so müde schon,
Ich habe nichts, was dich gewinnt.
Oh wär ich doch ein Königssohn,
Und du ein arm verlornes Kind!

(Theodor Storm)

Der Verzweifelnde

Nicht mehr zu dir zu gehen,
Beschloss ich und beschwor ich,
Und gehe jeden Abend,
Denn jede Kraft und jeden Halt verlor ich.

Ich möchte nicht mehr leben,
Möcht' Augenblicks verderben,
Und möchte doch auch leben
Für dich, mit dir, und nimmer, nimmer sterben.

Ach rede, sprich ein Wort nur,
Ein einziges, ein klares;
Gib Leben oder Tod mir,
Nur dein Gefühl enthülle mir, dein wahres!

(Georg Friedrich Daumer)

O wär’ ich ein See ...

O wär’ ich ein See, so spiegelhell,
Und du die Sonne, die ihm blickte!
O wär’ ich ein klarer Wiesenquell,
Und du die Blume, die ihm nickte!

O wär’ ich ein grüner Rosendorn
Und du die Rose, die ihn schmückte!
O wär’ ich ein süßes, süßes Korn,
Und du der Vogel, der es pickte!

(Georg Friedrich Daumer)

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Sagt nichts, kuckt nur

Hey du.
Mein Herz brennt,
Feuerwehrautos rasen durch meine Adern,
doch nicht um das Feuer zu löschen.
Oh, nein.
Sie rasen direkt in meinen Kopf,
wo 1000 Trommler die Stimmung anheizen.
Ich bin eine einzige Party,
wenn ich dich sehe.
Eine Party der Verzweifelung.
Von Leuten,

die wissen,

dass sie keine Chance haben.

(Hans-Peter Kraus)

Mein Innerstes

Tief in mich, du enges Leben,
Hast du meinen Sinn gepresst;
Willst die Worte frei nicht geben,
Innen hältst du streng sie fest.

Manchem kann ich mich ergießen
Traulich in das Angesicht;
Dort nur muss ich mich verschließen,
Wo das Herz am wärmsten spricht.

Bin ich ferne, strömt die Rede,
Nah’ ich, ist die Rede fern.
Taglicht macht den Himmel öde,
Nur im Dunkeln glüht der Stern.

(Karl Mayer)

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