Kurz-Liebesgedichte

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Etwas Eigenwerbung:

Gedichtbuch: Zum Reimen schön

Liebesgedichte im Gefühls-Überschwang

Was ist's, das die Liebe auslöst, fragt sich Schiller zu Beginn. Heine hat es hingegen schon lang gewusst und kann trotzdem sein Glück nicht fassen. Emanuel Geibels Liebesgedicht vergleicht die Gefühlszustände Himmelhochjauchzend und Zutodebetrübt. Der dann folgende Liebesspruch nimmt Zuflucht zur Schönheit der Natur, um große Gefühle zu beschreiben. Die kurzen Liebesgedichte von Max Dauthendey am Schluss schwelgen in den Wonnen des durchliebten Tages und der unvergesslichen Nacht.

Nicht ihres Lächelns holder Zauber ...

Nicht ihres Lächelns holder Zauber war's,
Die Reize nicht, die auf der Wange schweben,
Selbst nicht der Glanz der göttlichen Gestalt -
Es war ihr tiefstes und geheimstes Leben,
Was mich ergriff mit heiliger Gewalt;
Wie Zaubers Kräfte unbegreiflich weben -
Die Seelen schienen ohne Worteslaut
Sich, ohne Mittel, geistig zu berühren,
Als sich mein Atem mischte mit dem ihren;
Fremd war sie mir und innig doch vertraut,
Und klar auf einmal fühlt' ich's in mir werden,
Die ist es oder keine sonst auf Erden!

(Friedrich von Schiller)

Dass du mich liebst ...

Dass du mich liebst, das wusst ich,
Ich hatt es längst entdeckt;
Doch als du mir's gestanden,
Hat es mich tief erschreckt.

Ich stieg wohl auf die Berge
Und jubelte und sang;
Ich ging ans Meer und weinte
Beim Sonnenuntergang.

Mein Herz ist wie die Sonne
So flammend anzusehn,
Und in ein Meer von Liebe
Versinkt es groß und schön.

(Heinrich Heine)

Wohl lag ich einst ...

Wohl lag ich einst in Gram und Schmerz,
Da weint’ ich Nacht und Tag;
Nun wein’ ich wieder, weil mein Herz
Sein Glück nicht fassen mag.

Mir ist's, als trüg’ ich in der Brust
Das ganze Himmelreich –
O höchstes Leid, o höchste Lust,
Wie seid ihr euch so gleich!

(Emanuel Geibel)

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Die Sonne steigt ...

Die Sonne steigt, und tausend Funken
Durchglitzern das beeiste Feld.
Von Glück und Liebe bin ich trunken,
O Gott, wie herrlich ist die Welt.

(Detlev von Liliencron)

Die Uhr zeigt heute keine Zeit

Die Uhr zeigt heute keine Zeit.
Ich bin so glücklich von deinen Küssen,
Dass alle Dinge es spüren müssen.
Mein Herz in wogender Brust mir liegt,
Wie sich ein Kahn im Schilfe wiegt.
Und fällt auch Regen heut ohne Ende,
Es regnet Blumen in meine Hände.
Die Stund', die so durchs Zimmer geht,
Auf keiner Uhr als Ziffer steht;
Die Uhr zeigt heute keine Zeit,
Sie deutet hinaus in die Ewigkeit.

(Max Dauthendey)

Nie war die eine Liebesnacht

Nie war die eine Liebesnacht
In deinem Schoß der andern gleich,
Dein Leib ist ein Septembermond
An immer neuen Früchten reich.

Die Brüste sind ein Traubenpaar,
Und drinnen pocht der junge Wein,
Die Augen sind ein Himmelstor
Und lassen meine Wünsche ein.

(Max Dauthendey)

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